1882 Als erste Orgel wird in der Kirche ein Positiv von 4½ Registern aufgestellt. Die genauen Ausmasse des Schrankgehäuses sind bekannt (1,65 x 1,40 x 0,50 m), nicht aber Herkunft und Erbauer des Werkleins. 1894 Das Positiv wird an die Wallfahrtskapelle Bourguillon FR verkauft, und die Gemeinde kauft in >Münsingen BE für 750 Franken die alte, 1788 von Peter Schärer, Sumiswald, erbaute Orgel. Mit Transport, Um- und Einbau in St. Silvester wird der Orgelbauer Peter Schaller (1843-1914), Fribourg, beauftragt. Schaller baut die einmanualige Orgel auf 14 Register auf 2 Manualen und Pedal um (>Disposition). Das Instrument erhält statt des Spielschranks einen freistehenden, Richtung Altar ausgerichteten Spieltisch. 1909 Reparatur des Instruments durch den Schreiner Johann Joseph Buntschu. 1939 Der Orgelbauer Jean Bénett (1905-1985), Fribourg, wechselt einzelne Register aus und versetzt die Orgel um anderthalb Meter zurück, um auf der Empore mehr Platz zu schaffen. Zudem baut er einen gebrauchten Elektromotor ein. 1954 Jean Piccand, Organist der Freiburger Kathedrale, untersucht die altersschwache Orgel und empfiehlt einen grundlegenden Um- oder einen Neubau. 1955 Der Orgelbauer Heinrich Pürro, Willisau LU, baut eine vollständig neue Orgel mit 15 Registern auf 2 Manualen und Pedal (>Disposition). Das Instrument besitzt einen Freipfeifenprospekt, dessen grosse Holzpfeifen einen Teil der Stützbalken des Turms verdecken. 1974 Revision durch Orgelbau Pürro in Zusammenhang mit einer Kirchenrenovation. 1982 Orgelbau Heinrich Pürro AG ersetzt im Positiv Salicional 8’ durch eine Oboe 8’. 1983 Im Hauptwerk wird zusätzlich ein zweifacher Sesquialter eingebaut, und im Pedal macht der Bourdon 8’ einem Octavbass 8’ Platz. 1986 In Zusammenhang mit einer Gesamtrenovation der Kirche erstellt Orgelbau Pürro vor dem bestehenden Orgelwerk eine neue Prospektfront aus Eiche. Die Prospektpfeifen von Principal 8’ sind ebenfalls neu. Zudem ersetzt Pürro die pneumatische Registratur durch elektrische Registerzugmagnete. 2012 Revision durch Orgelbau Heinrich Pürro AG, Willisau.
Geschichte
Quelle: François Seydoux, Die Orgeln des Sensebezirks, in: Deutschfreiburger Beiträge zur Heimatkunde 1990, S. 103-132 Orgelbild 2019: Daniel Pürro, Willisau Aktualisierung und übrige Bilder 2022: Dr. François Comment, Burgdorf
Kath. Kirche St. Silvester FR ____________________________________ Typ: Traktur: mechanisch Registratur: elektrisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1955 Einweihung: 3. Mai 1955 Orgelbauer: Heinrich Pürro AG, Willisau Manuale: 2 + Pedal Register: 16 Manual I, C - g''', Hauptwerk 1986 Principal 8 ' Bourdon 8 ' Prestant 4 ' Blockflöte 4 ' 1983+ Sesquialter 2 2/3' + 1 3/5 ' Octave 2 ' Mixtur IV 2 ' Manual II, C - g''', Positiv Hohlflöte 8 ' 1982- Salicional 8 ' Principal 4 ' Rohrflöte 4 ' Nasard 2 2/3 ' Waldflöte 2 ' Cymbel III-IV 1 ' 1982+ Oboe 8 ' Pedal, C - f' Subbass 16 ' 1983- Bourdon 8 ' 1983+ Oktavbass 8 ' Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln II - I, II - P, I - P - 1 freie Kombination Stand: 2022
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