Münster, Schwalbennestorgel Basel BS __________________________________ Typ : Traktur : mechanisch Registratur : mechanisch Windladen : Schleifladen Baujahr: 1711 Orgelbauer: Silbermann Andreas Strasbourg F Manuale: 2 + Pedal Register: 21 Manual I, C – g’’’ Principal 8 ’ Coppel 8 ’ Octave 4 ’ Nazard 3 ’ Superoctave 2 ’ Terz 1 3/5 ’ Mixtur IV 1 1/2 ’ Cimbel III 1 ’ Trompette 8 ’ Voix humaine 8 ’ Manual II, C – g’’’, Coppel 8 ‘ Principal 4 ’ Nazard 3 ’ Octave 2 ’ Terz 1 3/5 ’ Mixtur III 1 1/3 ’ 2 Tremulanten Pedal, C – f’ Principal 16 ’ Octave 8 ’ Superoctave 4 ’ Mixtur IV 1 1/3 ’ Bombarde 16 ’ Koppeln, Spielhilfen : - Normalkoppeln II – I, II – P, I - P Stand: vor 1780 Erweiterung: Baujahr: 1797 Orgelbauer: J.J. Brosi, Basel Manuale: 3 +Pedal Register: 26 Manual I: wie oben Manual II: wie oben Manual III, C – g’’’, Echowerk (neu) Bourdon 8 ’ Praestant 4 ’ Nazard 3 ’ Doubledtte 2 ’ Tierce 1 3/5 ’ Stand: vor 1857
1303 Eine erste Orgel wurde bereits 1303 erwähnt, gebaut durch Raspo, Frankfurt. 1356 Ein Erdbeben zuerstört die Orgel. 1400 Um 1400 befanden sich zwei relativ kleine Orgeln im Münster, eine im Schiff und eine im Chor. Es folgten im Laufe der Jahrhunderte diverse Umbauten und Neubauten. Anfangs des 16. Jahrhunderts befand sich die grosse Orgel an der Südwand auf einer Orgelempore (Orgelstuhl). 1445 Umbau durch Michael Gerlach. Die Orgel hatte jetzt ein Rückpositiv. 1474 Umbau der Schwalbennestorgel durch G. Falw, Ulm. Versetzung an die Nordwand. 1484 Umbau durch M. Kern, Strasbourg. 1526 Hans Holbein d.J. bemalte die Flügeltüren, welche sich heute im Kunstmuseum befinden. 1577 Vom Bildersturm der Reformation wurde die Orgel nur wenig beeinträchtigt. Sie wurde in der Folge vom damaligen Münsterorganisten Samuel Mareschall repariert. 1711 Andreas Silbermann aus Strasbourg, erweiterte die Hauptorgel auf 21 Register und baute zwei Tremulanten und eine Manualkoppel ein. 1787 Erweiterung um weitere 5 Register auf jetzt 26 Register durch J.J. Brosi, Basel. 1857 Neue Orgel durch Friedrich Haas mit 60 Registern auf 3, bzw. 4 Manualen und Pedal. Die von Brosi ergänzte Orgel wird in die Martinskirche versetzt, mit Ausnahme einiger Register, die von Haas weiter verwendet wurden. ->Orgel von 1857
Abbildungen: Oeffentliche Kunstsammlung Basel, Kupferstichkabinett. Holbein-Sonderausstellung 2001 Bibliographie: - Günter Lade, "Ambitionierte Orgelarchitektur in Basel", ORGAN 2001/3, Seiten 16 ff. gekürzter Beitrag mit Genehmigung der ORGAN-Redaktion, 2002 - Günter Lade, „Die neue Orgel des Basler Münsters“, Auszug Einweihungsbroschüre 2003 (vergriffen) - Dr. Franz Lüthi, Rickenbach TG, „Die Orgeln im Basler Münster“, Bulletin OFSG 22, Nr. 3, 2004 - GGG Gesellschaft des Guten und Gemeinnützigen, „Musikleben in Basel“, Basel 1982 - Evang. Ref. Kirche Basel-Stadt, Münster-Rundgang - Orgel von 2003, Internet 2010 - Osteuropa-Hilfe, Bericht über die Versetzung und den Einsatz der Kuhn-Orgel in Moskau.
Flügeltüren Hans Holbein d.J. li: restauriert, re: noch nicht restauriert. Kunstmuseum Basel, Sonderausstellung 2001
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Orgelprofil Münster, Schwalbennest-Orgel Basel BS