1872 Bau einer mechanischen Kegelladenorgel durch Johann Nepomuk Kuhn, Männedorf, mit 34 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Die Abbildung zeigt die Orgel in der alten Tonhalle auf dem heutigen Sechseläutenplatz. 1895 Versetzung in die neue Tonhalle am General-Guisan-Quai durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. 1927 Umbau, bzw. Neubau im alten Gehäuse durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, mit 71 klingenden Registern auf 3 Manualen und Pedal. Einige Register aus der Vorgängerorgel wurden übernommen. Das alte Gehäuse wurde erweitert und erhielt Schnitzereien als Verzierung. Die Kegelladen wurden durch Taschenladen ersetzt und es wurde eine pneumatische Traktur eingebaut. Die ganze Orgel wurde 2 m zum Konzertpodium hin versetzt. 1939 Auf die Landesausstellung hin wurde die Orgel wieder umgebaut. Die pneumatische Traktur wurde durch eine elektrische ersetzt, die pneumatischen Taschenladen wurden aber weiterhin verwendet. Register wurden umgestellt und die Disposition verändert, wobei 6 Register aus dem Jahre 1872 verloren gingen. 1951 Generalrevision und Verstärkung der Mixturen. 1986 Abbau und Einlagerung des Instrumentes. Die Eigentümer waren bereit, die Orgel zu verschenken, wenn ein würdiger und passender Aufstellungsort gefunden wird. Dies war dann 1992 der Fall. Auf Initiative der Neumünster- Organistin wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Orgel im Neumünster wieder aufzubauen. 1988 Bau der neuen Konzertorgel durch Orgelbau Steinmeyer & Kleuker, Oettingen (D), mit 68 Registern auf 4 Manualen und Pedal. 1996 Restaurierung durch Orgelbauer Van den Heuvel, Dordrecht NL. Umbau des Schwellkasten zur Erzielung einer besseren Schwellwirkung. Neuintonation der Zungenregister. 2017 Im Rahmen der Renovierung des Tonhalle-Konzertsaales soll die bestehende Orgel ersetzt werden. Der Auftrag für den Bau einer neuen Tonhalle- Konzertorgel mit 70 klingenden Registern ist an Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, erteilt worden. Die Disposition ist noch nicht definitiv und kann noch ändern (siehe pdf-Datei). Die Einweihung der neuen Orgel ist für 2020 geplant. Die bestehende Orgel wurde von polnischen Orgelbauern abgebaut und zwischengelagert. Das Instrument wird in der Kathedrale in Koper in Slowenien wieder aufgebaut. Besonderheiten der Steinmeyer & Kleuker - Orgel: Die Orgel hat zwei Spieltische, eine im Gehäuse integrierte Orgelnische mit mechanischer Traktur, der zweite mit elektrischer Traktur ist freistehend und beweglich. Es kann an beiden Spieltischen gleichzeitig gespielt werden, was die Aufführung von Werken für zwei Organisten erlaubt. Mit dem digitalen Aufnahmesystem werden nicht Töne aufgenommen, sondern das Spiel des Organisten, bzw. die Tasten- und Registerbewegungen. Wird dies nachher wieder abgespielt, geschieht dies in der Weise, als ob das Stück am Spieltisch wieder gespielt würde. Es können mehrere übereinanderliegende Schichten (oder Stimmen) - ähnlich einer Orchesterpartitur - aufgenommen und wiedergegeben werden. Es ist auch möglich, während des Abspielens gleichzeitig mitzuspielen, was die Wiedergabe von Stücken erlaubt, für die zwei Hände und 2 Füsse nicht ausreichen würden.
Bild und Informationen: Tonhallegesellschaft Zürich
Tonhalle (Konzertsaal) Zürich ZH _______________________________________ Typ: Traktur: 1. Spieltisch mech. 2. Spieltisch elektr. Registratur elektrisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1988 Orgelbauer: Steinmeyer & Kleuker, Oettingen (D) Manuale: 4 + Pedal Register: 68 Manual I, C - c'''', Positiv Pommer 16 ' Prinzipal 8 ' Rohrflöte 8 ' Spitzoktave 4 ' Koppelflöte 4 ' Sesquialter 2 2/3 ' + 1 3/5 ' Superoktave 2 ' Blockflöte 2 ' Larigot 1 1/3 ' Cymbel III 1 ' Ranquette 16 ' Trompette 8 ' Cromorne 8 ' Tremulant Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln I - II, III - II, IV - II, IV - P, III - P, II - P, I - P - 3 einstellbare Registercrescendi - 288 freie Kombinationen - Digitales Aufnahme- und Wiedergabesystem (siehe Text) Stand: 2017
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Orgelprofil Tonhalle, Orgel 1987 Zürich ZH
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Geschichte Ansicht mit der Spielnische am Gehäuse und dem freistehenden Spieltisch (am unterren Bildrand)