Geschichte
1600 Eine heute unbekannte Orgel war schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts vorhanden. 1692 Bau einer neuen Orgel mit 10 Registern auf einem Manual und Pedal durch Joseph Bossart, Zug (>Disposition). 1750 Verlängerung des Kirchenschiffes gegen Westen, wobei auch die Orgel versetzt werden musste. 1756 Bau einer neuen Orgel mit 16 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Das nicht näher beschriebene Instrument stammt vermutlich aus der Werkstatt von Bossart. 1766 Erneuerung des Orgelgehäuses nach einem Dorfbrand, der auch an der Kirche Schäden anrichtete. In diesem Zusammenhang wurden auch die Wandmalereien an der Westwand hinter der Orgel erneuert. Zu diesem Zeitpunkt entstanden wahrscheinlich die aufgemalten Prospekt- Erweiterungen, welche optisch eine grössere Orgel vortäuschen (sollen). 1831 Reinigung durch einen Orgelmacher aus dem Wallis, wahrscheinlich war dies Josef Anton Carlen, der zu dieser Zeit eine von ihm gebaute Orgel in Altdorf renovierte. 1846 Stimmung durch Thomas Sylvester Walpen, Luzern. 1894 Orgelbau Klingler, Rorschach, repariert eine 16-registrige Orgel. Es wir ein neuer Blasbalg eingesetzt, das Salicional 8‘ durch eine Gambe 8‘ ersetzt und eine Flöte neu intoniert. 1905 Neue Orgel mit 18 Registern auf 2 Manualen und Pedal durch Kuhn AG, Männedorf, nach einer umfassenden Kirchenrenovation (>Disposition). Gehäuse und Prospekt von Bossart wurden übernommen. Einige wenige Register aus der vorherigen Orgel wurden weiter verwendet. 1923 Einbau eines elektrischen Ventilators als Ersatz für die manuelle Windversorgung durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. 1936 Revision durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. 1996 Bau der neuen Orgel durch Orgelbau Mathis AG, Näfels, mit 24 Registern auf 2 Manualen und Pedal (>Disposition). Der alte, restaurierte Bossart- Prospekt von 1696 wurde wieder verwendet.
Infos: Rudolf Bruhin, Konsulent EKD, Basel; Dr. Franz Lüthi: "Die Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Andermatt", OFSG-Bulletin 3, 2002,Seiten 43–47
Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, 1996 Andermatt UR ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1996 Einweihung: 30. Juni 1996 Orgelbauer: Mathis AG, Näfels Manuale: 2 + Pedal Register: 24 Manual I, C - g''', Hauptwerk Coppel  (ab c°) 16 ' Prinzipal 8 ' Coppel 8 ' Oktave 4 ' Flöte 4 ' Quintflöte 2 2/3 ' Superoktave 2 ' Mixtur  IV 1 1/3 ' Cornett  III 8 ' Trompete 8 ' Manual II, C - g''', Positiv Rohrflöte 8 ' Gemshorn 8 ' Fugara 4 ' Spitzflöte 4 ' Doublette 2 ' Hörnlein 1 3/5 ' Quinte 1 1/3 ' Cymbel  III 1 ' Dulcian 8 ' Tremulant Pedal, C - f' Subbass 16 ' Prinzipalbass 8 ' Portun 8 ' Oktave 4 ' Posaune 8 ' Koppeln, Spielhilfen:     - Normalkoppeln II - I, II - P, I - P Stand:  2012
Prospekt Bossart. An der Emporen-Rückwand aufgemalte Prospektfelder machen den Anschein einer grösseren Orgel.
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Orgelprofil  Kath. Kirche Peter und Paul Andermatt UR