Benediktinerkloster, Chororgel, 1985 Einsiedeln SZ ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1828 Orgelbauer: Franz Anton Kiene Langenargen D Restaurierung: 1985 Mathis Söhne, Näfels Manuale: 2 + P Register: 29 Manual I, C - f''', Hauptwerk 1985 Bourdon 16 ' 1754 Principal 8 ' 1828 Coppel 8 ' 1754 Flauto cuspito 8 ' 1754 Octave 4 ' 1828 Flûte 4 ' 1985 Piffaro 4 ' 1985 Cornetto III (ab g°) 2 2/3 ' 1828 Doublette z.Teil 1754 2 ' 1754 Mixtur III 2 ' 1754 Sexquialter III 1 1/3 ' 1960 Trompete 8 ' Manual II, C - f''', Positiv 1828 Dolcian z.Teil 1754 8 ' 1828 Flûte douce 8 ' 1985 Quintaden 8 ' 1754 Fugara 4 ' 1828 Flûte d'amour 4 ' 1828 Superoktave z.Teil 1754 2 ' 1754 Fourniture 1 1/3 ' 1985 Fagott-Vox humana 8 ' Tremulant Pedal, C - h° 1754 Violon 16 ' 1828 Subbass 16 ' 1754 Prinzipalbass 8 ' 1985 Violonbass 8 ' 1754 Quintbass 6 ' 1754 Oktavbass 4 ' 1754 Choralbass 4 ' 1775 Bombarde 16 ' 1960 Trompone 8 ' Koppeln, Spielhilfen: - Manualschiebekoppel II - I Stand: 2017
1754 Bau einer Orgel im oberen Chor durch Viktor Ferdinand Bossard, Baar, mit (vermutlich) 26 Registern auf 2 Manualen und Pedal (>Disposition). 1762 Umbau durch Viktor Ferdinand Bossard, Baar. Änderung der Vox humana in (vermutlich) Fagott und Oboe. 1775 Umbau durch Franz Joseph Bouthilier, Dinkelsbühl. Wahrscheinlich hat er die Bombarde 16' aus der alten Orgel im Kirchenschiff auf einer Zusatzlade in die Chororgel eingebaut. Das C ist beschriftet mit: "C Bombarde 16 fus, den 2. Januari 1775. Und wahrscheinlich hat er auch die Gamba 8' im Hauptwerk durch ein Piffaro 2-fach 4' ersetzt. 1798 Während der franz. Besatzung wurden viele Einrichtungsgegenstände durch die Napoleonischen Truppen zerstört. Auch die Orgeln wurden in Mitleidenschaft gezogen und viele Dokumente sind in dieser Zeit verloren gegangen. 1812 hat J. Anton Braun, Spaichingen, die Chororgel restauriert und dabei Material verwendet, welches aus der alten Hauptorgel von Bouthilier stammt. 1827 Umbau und Erneuerung durch Franz Anton Kiene, Langenargen. Unter Verwendung des Pfeifenmaterials von Bossard entstand ein neues, für Kiene charakteristisches Instrument im alten Gehäuse (>Disposition). 1866 Reinigung durch Franz A. Kiene, Langenargen. 1871 Revision durch Orgelbau Kuhn & Spaich, Männedorf. 1875 Ersatz der Trompeten-Register im Manual und im Pedal mit neuen Pfeifen durch die Orgelbauer Kuhn & Spaich, Männedorf. 1881 Einbau eines neuen Gebläses durch Orgelbauer Johann Nepomuk Kuhn, Männedorf. 1895 Einbau einer pneumatischen Zusatzlade für C - H des Bourdon 16 ' und für C - h° des Cornet 8 ' durch P. Columban Brugger, Einsiedeln. 1898 Reinigung durch Carl Theodor Kuhn, Männedorf. 1916 Erhöhung des Winddruckes auf 90 mmWS und die Neuintonation gemäss dem damaligem Zeitgeschmack durch Th. Kuhn AG, Männedorf. 1960 Veränderung des Klangbildes durch Th. Kuhn AG, Männedorf und massive technische Veränderungen, wobei auch einiges historisches Material verloren ging (>Disposition). Die Pfeifenstöcke wurden abgeändert, die Ergänzungswindlade von 1895 wurde wieder ausgebaut und der zweifache Subbass wurde geteilt zu einem Subbass 16’ und einer Flöte 8’. 1985 Rekonstruktion und Rückführung auf den Zustand von Kiene von 1828. Eine Rekonstruktion des Zustandes von 1754 hätte zu grossen Substanzverlust mit sich gebracht. Die von Kiene geschaffene technische Anlage ist vollständig erhalten, die Windanlage wurde rekonstruiert. Das gesamte Pfeifenwerk entspricht mensurmässig wieder dem Originalzustand von Kiene von 1828 (>Disposition). 2017 Revision durch Orgelbau Mathis AG, Näfels.
Bilder: Günter Lade Infos: Günter Lade: “Die Orgeln im Kloster Einsiedeln, Geschichte und Gegenwart”, Beitrag zur Doppel-CD von Mathis AG, Näfels. 2014 Mathis Orgelbau: “Einsiedeln Klosterkirche, historische Chororgel”. Broschüre Mathis AG, Näfels, 1987
Geschichte Die Orgel ist zweigeteilt, Spieltisch auf der rechten Seite, die Traktur führt unter dem Boden zum linken Teil.
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Orgelprofil  Kloster, Chororgel Einsiedeln SZ
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein