St. Ursen Kathedrale, Hauptorgel, 1975 Solothurn SO ____________________________________ Typ: Traktur elektropneumat. Registratur elektropneumat. Windladen Schleifladen Baujahr: 1975 Orgelbauer: Kuhn AG, Männedorf Manuale: 4 + Pedal Register: 55 + 1 Transmission Manual I, C - g''', Rückpositiv Suavial 8 ' Gedackt 8 ' Praestant 4 ' Rohrflöte 4 ' Superoktave 2 ' Larigot 1 1/3 ' Mixtur IV 1 ' Krummhorn 8 ' Cornett III 2 2/3 ' Tremulant Manual II, C - g''', Hauptwerk Prinzipal 16 ' Prinzipal 8 ' Offenflöte 8 ' Gemshorn 8 ' Oktave 4 ' Hohlflöte 4 ' Quinte 1975 2 2/3 ' Superoktave 2 ' Nachthorn 1975 2 ' Mixtur major IV 1975 2 ' Mixtur minor IV 1975 1 ' Fagott 16 ' Corno 8 ' Manual III, C - g''', Schwellwerk Gedackt 16 ' Prinzipal 8 ' Hohlflöte 8 ' Salicional 8 ' Unda maris 8 ' Oktave 4 ' Nachthorn 4 ' Quinte 2 2/3 ' Waldflöte 2 ' Terz 1 3/5 ' Scharff VI - VIII 1 1/3 ' Cymbel IV 1/2 ' Trompette harmonique 8 ' Oboe 8 ' Clairon 4 ' Tremulant Manual IV, C - g''', Kronpositiv (schwellbar) Spitzflöte 8 ' Rohrflöte 8 ' Dolkan 4 ' Gedacktflöte 4 ' Flageolet 2 ' Oktave 1975 1 ' Mixtur IV 1 ' Schalmei 8 ' Tremulant Pedal, C - f' Prinzipalbass 16 ' Subbass 16 ' Gedackt (Transmission) 16 ' Prinzipal 8 ' Spillflöte 8 ' Oktave 4 ' Gedacktflöte 1975 4 ' Mixtur IV 1975 2 2/3 ' Posaune 16 ' Trompete 8 ' Clairon 4 ' 1975 = Änderungen/Erweiterungen Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln IV-III, IV-I, III-II, III-I,II - I IV - P, III - P, II - P, I - P - Generalkoppel - Registercrescendo - 2 feste Kombinationen F, Tutti - 2 freie Kombinationen Stand: 2012
1450 Bau der ersten Orgel durch einen nicht genannten Orgelbauer. 1516 Reparatur dieser Orgel durch Johann Uhlmann. 1565 Reparatur durch den Organisten Johannes Wagner. Zu diesem Zwecke erhielt er Matierial (Zinnpfeifen) aus der damaligen Barfüsserkirche in Solothurn. 1602 Bau einer neuen Orgel mit Rückpositiv durch Hans Werhard Muderer mit 16 Registern auf 2 Manualen und Pedal. 1607 Reparatur der Schäden, die durch einen Blitzschlag verursacht wurden. 1773 Bau der ersten Orgel im neu erstellten St.-Ursen-Münster mit 37 Registern auf 3 Manualen und Pedal. Begonnen wurde die Arbeit durch Vater Viktor Ferdinand Bossart, Baar, der vor der Fertigstellung starb (1772). Vollendet wurde das Werk durch den Sohn, Carl Josef Maria Bossart, Baar (>Disposition). 1896 Bau einer neuen, pneumatischen Membranladenorgel in das bestehende Gehäuse und unter Verwendung des Prospektes von Bossart durch den Orgelbauer Carl Theodor Kuhn, Männedorf, mit 44 klingenden Registern auf 4 Manualen und Pedal. Die Zinnpfeifen von Bossart wurden eingeschmolzen und für neue Pfeifen wieder verwendet. Zum Instrument gehörte ein Fernwerk mit elektrischer Steuerung. Dies kommt einer Pioniertat gleich, wurde doch erst 1896 die Elektrizität in Solothurn eingeführt (>Disposition). 1918 Revision durch Orgelbauer Carl Theodor Kuhn, Männedorf. Diese Revision wurde nötig, weil die Orgel während Umbauarbeiten in der Kirche ungeschützt geblieben ist. 1942 Erweiterung der Disposition auf 53 Register durch Kuhn AG, Männedorf. Die Trakturen wurden elektrifiziert. Das Fernwerk wurde wieder entfernt (>Disposition). 1963 Reparatur durch Orgelbau Th. Kuhn AG, Männedorf. 1975 Revision und Ausbau um weitere 2 Register auf 55 Register durch Kuhn AG, Männedorf (>Disposition). 2012 Generalrevision und Beseitigung der Russschäden durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. Die entstandenen Schäden waren die Folge einer Brandstiftung im Chor und am Altar im Jahr zuvor.
Infos: Suzanne Z'Graggen, Organistin, Solothurn; Walther, Karl Arnold, "Die neue Orgel in der Kathedrale St. Urs", Der Chorwächter, 1897; Pittet, Jean-Marc, Herbstausflug des Bernischen Organistenverbandes, 2007; Rudolf Bruhin, Konsulent Eidg. Denkmalpflege: "Die Innenrestaurierung der Kathedrale St. Urs & Viktor. Die Orgeln", Verlag Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, 2013; HSLU, Orgeldatenbank der Hochschule Luzern, 2017.
Geschichte
Orgelprofil  Kathedrale St. Ursen, Hauptorgel Solothurn SO
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