1540 soll bereits eine nicht näher bezeichnete Orgel vorhanden gewesen sein. 1594 Bau einer ebenfalls nicht näher beschriebenen Orgel durch P. Crispinus Heisslin. 1690 Bau einer Orgel durch einen nicht genannten Orgelbauer. Das Instrument befriedigte nicht und führte schon nach kurzer Zeit zu Störungen. 1710 Der Orgelbauer Matthäus Abbrederis, Ranckweil A, übernahm das Instrument, baute es vollständig um und stellte es in der Pfarrkirche wieder auf. 1713 Beim Dorfbrand von Stans war die Pfarrkirche zwar nicht direkt betroffen, wegen der grossen Hitze wurde die Orgel aber trotzdem beschädigt. Um Pfeifen zu retten, sollen diese von der Empore ins Kirchenschiff hinunter geworfen worden sein (!). Die Orgel konnte zwar wieder restauriert werden, doch zeigten sich immer häufiger Folgeschäden. 1808 Umbau durch Heinrich Braun aus Spaichingen/Württemberg D. Von diesem Umbau ist auch das erste Mal eine >Disposition nachgewiesen. Die Orgel hatte 32 Register auf 2 Manualen und Pedal. Altes Pfeifenmaterial wurde später für den Bau eines Pedals an der Chororgel verwendet. 1824 Revision nach umfangreicher Kirchenrenovation durch Leodegar Kuster aus Lunkhofen AG. 1879 Eine Expertise von Orgelbauer Friedrich Haas, Luzern, enthält eine >Disposition der damaligen Orgel, in welcher ein Rückpositiv erwähnt wird. Ein echtes Rückpositiv an der Emporenbrüstung gab es aber nicht, das beschriebene Teilwerk befand sich im Hauptgehäuse hinter dem Mittelturm. 1880 Umbau und Restaurierung durch Friedrich Goll, Luzern (>Disposition). 1923 Bau einer neuen Orgel durch Friedrich Goll, Luzern. Es ist nicht mehr klar, weshalb das bis dahin noch vorhandene Pfeifenwerk von Abbrederis ausgeschieden wurde und wohin es gelangte. Lediglich das Gehäuse und einige stumme Prospektpfeifen sind von Abbrederis übrig geblieben. Goll baute eine pneumatische Orgel mit 55 Registern auf 3 Manualen plus Pedal mit freistehendem Spieltisch (opus 538, >Disposition). Die Orgel hatte kein Rückpositiv, dafür zwei Schwellwerke. 1932 Revision durch Orgelbauer Konrad Gschwend (Orgelbau Goll & Cie, Luzern). 1987 Bau einer neuen, mechanischen Orgel durch Mathis AG, Näfels, mit 43 Registern auf 3 Manualen und Pedal (>Disposition). Von der alten Orgel wurde das Gehäuse und der Prospekt von Abbrederis (1710) und Pfeifenmaterial von Braun (1808) weiter verwendet. Ein früher vorhandenes Rückpositiv wurde rekonstruiert 2008 Revision durch Orgelbau Mathis AG, Näfels. 2014 Einbau einer elektronischen Setzeranlage durch Orgelbau Mathis AG, Näfels.
Geschichte
Infos: Stanser Orgelmatineen “Beschreibungen der Orgeln”, Internet 2012. historische Infos: Dr. M. Brandazza, Orgeldatenbank Hochschule Luzern.
Raumansicht mit Mathis-Orgel 1987
Goll-Orgel 1923, ohne Rückpositiv, im Gehäuse von Abbrederis 1710 freistehender Spieltisch, Goll-Orgel 1923
Pfarrkirche St. Peter u Paul, Hauptorgel Stans NW __________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1987 Einweihung: 25. Oktober 1987 Orgelbauer: Mathis AG, Näfels Manuale: 3 + Pedal Register: 43 Manual I, C - g''', Rückpositiv Coppel 8 ' Praestant 4 ' Rohrflöte 4 ' Sesquialter 2 2/3 ' + 1 3/5 ' Oktave 2 ' Flöte 2 ' Quinte 1 1/3 ' Scharff 1 ' Krummhorn 8 ' Tremulant Manual II, C - g''', Hauptwerk Prinzipal 16 ' Oktave 8 ' Flöte 8 ' Gambe 8 ' Oktave 4 ' Flöte 4 ' Quinte 2 2/3 ' Oktave 2 ' Mixtur 2 ' Cymbel 1 ' Cornett (ab f°) 8 ' Trompete 8 ' Manual III, C - g''', Schwellwerk Fugara 8 ' Rohrgedackt 8 ' Salicional 8 ' Voix céleste 8 ' Prinzipal 4 ' Traversflöte 4 ' Nasat 2 2/3 ' Nachthorn 2 ' Mixtur 2 ' Terz 1 3/5 ' Basson-Hautbois 8 ' Trompette harmonique 8 ' Clairon 4 ' Tremulant Pedal, C - f' Prinzipalbass 16 ' Subbass 16 ' Quintbass 10 2/3 ' Oktavbass 8 ' Gemshorn 8 ' Oktave 4 ' Mixtur 2 2/3 ' Posaune 16 ' Zinke 8 ' Koppeln, Spielhilfen: I - II, III - I, III - P, I - P Orgelpleno elektronische Setzeranlage Stand: 2016
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Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
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Orgelprofil Kath. Pfarrkirche, Hauptorgel Stans NW
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