1645 Im Chor auf der Kanzelseite über der Sakristei steht auf einer Orgelempore (Orgelstuhl) die von Niklaus Schönenbüel, Alpnach, gebaute Chororgel. - mitteltönige Stimmung, - zwei Keilbälge mit Motor- oder Handbetrieb. - Winddruck: 70 mmWS. 1713 Reparatur der Orgel, welche als Folge einer Feuersbrunst in Stans Hitzeschäden erlitt. 1826 Umbau durch Leodegar Huser, Lunkhofen. Es wurden wesensfremde, dem Zeitgeschmack entsprechende Änderungen gemacht. Mit überzähligem Pfeifenmaterial aus der Hauptorgel wurde ein Pedal eingefügt und die Pfeifenlängen wurden auf Ton geschnitten. Der Spieltisch wurde nach vorne verlegt, weshalb die ganze Orgel zurückversetzt werden musste. Das wiederum hatte zur Folge, dass das Gehäuse teilweise abgeschnitten und die Register- und die Spieltraktur neu erstellt werden mussten. 1931 Reparatur durch einen nicht genannten Orgelbauer. 1947 Restaurierung in gewachsenem Zustand durch Orgelbau Th. Kuhn AG, Männedorf. Die Register Octave 2', Quint 1 1/3' und Zimbel 2/3' wurden teilweise rekonstruiert und verschoben (Fusslängen). Das Gitter über der Emporenbrüstung soll offenbar dahinterstehende Personen verschleiern (siehe auch Ansicht ohne Gitter). 1969 Restaurierung durch Orgelbau Mathis & Cie, Näfels. Das Pedal wurde wieder entfernt und die Orgel wurde wieder an den ursprünglichen Standort vor dem Jochbogen versetzt. Der Spieltisch befindet sich wieder auf der "Rückseite" unter dem Jochbogen. Die 1947 verschobenen Register Octave, Quint und Zimbel wurden wieder auf die originalen Fusslängen rekonstruiert. Eine Abbildung zeigt noch zwei innen unbemalte Flügeltüren, die zu diesem Zeitpunkt noch vorhanden waren, später aber fehlen. 1986 Restaurierung durch Orgelbau Hans J. Füglister, Grimisuat. In einigen Registern wurden neue, bleihaltigere Kerne eingebaut, die Registerzüge wurden wieder durch solche aus Metall ("von ysen") ersetzt, auf dem Kirchenestrich wurde wieder eine handbetriebene Keilbalganlage aufgebaut (elektr. Ventilator bleibt bestehen), der rückseitige Prospekt mit 4'- Pfeifen wurde wieder geöffnet und schliesslich wurden die originalen Tastenlängen und der Tremulant rekonstruiert. Die Orgel entspricht jetzt sowohl klanglich als auch bautechnisch dem Original von Schönenbüel und ist eine der ältesten Orgeln in der Schweiz. 2010 Revision durch Orgelbau Goll AG, Luzern.
Geschichte
Infos: Stanser Orgelmatineen “Beschreibungen der Orgeln”, Internet 2012 (oder pdf-Datei) Staatsarchiv des Kanons Nidwalden: “Originalvertrag mit Abschrift”, Stans 2010
Pfarrkirche St. Peter u Paul, Chororgel Stans NW ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1646 Orgelbauer: Niklaus Schönenbüel Alpnach Manuale: 1 Register: 8 Manual I, C - c''', kurze Oktave C - c° ** Prinzipal 8 ' * Flöüten 8 ' * Octava 4 ' ** Copel 4 ' * Superoktava 2 ' ** Quint 1 1/2 ' Zymbal II 1 ' Regal 8 ' *** Tremulant aktuell: ** = vollständig original * = teilweise original *** = Original fehlt seit 1826, 1985 rekonstruiert Stand: 2018
1969 noch vorhandene, seither fehlende Flügeltüren, innen unbemalt.
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Galerie Galerie
Änderungen Änderungen Änderungen Änderungen
Orgelprofil Kath. Pfarrkirche, Chororgel Stans NW
Heim Heim Heim Heim