Neumünster, ehemalige Tonhalleorgel Zürich ZH ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur elektropneumat. Windladen Schleifladen Baujahr: 1995 Einweihung: 15. Januar 1995 Orgelbauer: Kuhn AG, Männedorf Manuale: 3 + Pedal Register: 52 Manual I, C - g''', Hauptwerk Prinzipal 16 ' Prinzipal 8 ' Gedackt 8 ' Viola da Gamba 8 ' Flûte harmonique 8 ' Oktave 4 ' Hohlflöte 4 ' Quinte 2 2/3 ' Oktave 2 ' Mixtur major  V 2 2/3 ' Mixtur minor  IV 1 1/3 ' Cornett  IV - V 8 ' Bombarde 16 ' Trompete 8 ' Manual II, C - g''', Positiv (schwellbar) Bourdon 16 ' Prinzipal 8 ' Nachthorn 8 ' Dulcian 8 ' Prinzipal 4 ' Traversflöte 4 ' Violine 4 ' Piccolo 2 ' Mixtur  IV - V 2 ' Sesquialter 2 2/3 ' + 1 3/5 ' Trompette harmonique 8 ' Englischhorn 8 ' Tremulant Manual III, C - g''', Schwellwerk Lieblich Gedackt 16 ' Viola 8 ' Voix céleste 8 ' Rohrflöte 8 ' Wienerflöte 8 ' Zartgedackt 8 ' Prinzipal 4 ' Blockflöte 4 ' Quintflöte 2 2/3 ' Waldflöte 2 ' Terzflöte 1 3/5 ' Basson 16 ' Trompete 8 ' Oboe 8 ' Clairon 4 ' Tremulant Pedal, C - f' Prinzipal 32 ' Prinzipal 16 ' Violon 16 ' Subbass 16 ' Oktave 8 ' Gedackt 8 ' Violoncello 8 ' Oktave 4 ' Posaune 16 ' Trompete 8 ' Clairon 4 ' Koppeln, Spielhilfen:     - Normalkoppeln III - II, III - I, II - I     III - P, II - P, I - P     - Registercrescendo     - Tutti     - 128 Setzerkombinationen     - Koppeln aus Crescendo     - Absteller Crescendo     - Absteller alle Zungen     - Absteller alle Mixturen   Stand:  2012
Infos: Ursula Caflisch, Organistin Neumünster, Saland s/w-Bilder: Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich
1840 Bau der ersten Orgel in der Neumünsterkirche durch Friedrich Haas, Luzern, mit 36 Registern auf 3 Manualen und Pedal. Der Orgelprospekt hatte ursprünglich eine weiss-goldene Fassung. Im Laufe der Jahre erfuhr sie einige Veränderungen, z.B. hatte sie 1860 bereits 39 Register. 1881 Umbau durch Orgelbauer Friedrich Goll, Luzern, dem Firmennachfolger von Friedrich Haas. Neben Prospektänderungen erhielt die Orgel einen Eicherierungsanstrich (Eichen-Imitation) als neue Fassung. 1912 Umbau durch Orgelbau Goll & Cie, Luzern. Trakturen wurden pneumatisiert, die Windladen ersetzt und der Prospekt erhielt wieder die ursprüngliche, weiss-goldene Fassung. Möglicherweise wurde auch die Disposition verändert. 1918 Weitere Umbauten und vermutlich auch Dispositions-Änderungen durch Goll & Cie, Luzern. 1939 Im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum der Kirchgemeinde Neumünster wurde die Anschaffung einer neuen Orgel beschlossen. Die Abbildung aus dem Jahre 1939 ist der letzte noch dokumentierte Zustand der Haas-Orgel, die nachher abgebrochen wurde. 1940 Bau einer neuen Orgel mit elektrischen Trakturen durch Orgelbau Kuhn A>G, Männedorf, mit 50 Registern auf 3 Manualen und Pedal. Diese Orgel wurde kompromisslos im Stile der "neuen Sachlichkeit" gebaut. Der Prospekt und die letzten Reste der Haas/Goll-Orgel wurden entfernt. Um etwas mehr Platz für die neue Orgel zu schaffen, wurde die mehr als 1,2 m dicke Emporen-Rückwand um 40 cm abgespitzt. Trotzdem musste das Instrument sehr gedrängt gebaut werden. 1941 (und folgende Jahre) Bereits ab 1941, dann 1942, 1950, 1951, 1955, 1960, 1970, 1976 und 1979 erfuhr die Orgel zahlreiche, vor allem klangliche Veränderungen. Ein Ersatz dieses Instrumentes auf mittlere Sicht drängte sich auf. 1986 Als ein neuer Standort für die alte Tonhallen-Orgel gesucht wurde, ergriff die Neumünster-Organistin erfolgreich die Initiative für die Übernahme der Tonhalle-Orgel ins Neumünster. 1995 Versetzung der alten Tonhalle-Orgel in die Ref. Neumünstgerkirche durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, als Ersatz für die alte, abgebrochene Vorgängerorgel. Der Prospekt und das Pfeifenmaterial wurden von der alten Tonhalle-Orgel übernommen, wobei aus Kostengründen auf 4 Register verzichtet werden musste. Die übrigen Teile der Orgel wurden neu gebaut (Windversorgung, Windladen, Spiel- und Registertraktur, Koppeln und Spielhilfen, Schwellkasten und Spieltisch). Die Stimmung ist gleichschwebend, die Stimmtonhöe ist 440 Hz bei 18°C.
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