Kath. Kirche Heiliggeist,  Basel ____________________________________  Typ:	Traktur:	pneumatisch  	Registratur:	pneumatisch 	Windladen: 	Taschenladen  Baujahr:	1921 Einweihung:	2. Oktober 1921		 Orgelbauer:	Späth AG, Rapperswil SG 	 Manuale:	3	+ Pedal 	 Register:	41  	      +   2	Transmissionen 	      +   5	Auszüge  Manual I, C - g''', Hauptwerk 	Bourdon	16 ' 	Prinzipal 	8 ' 	Bourdon 	8 ' 	Flauto amabile 	8 ' 	Gamba 	8 ' 	Dolce 	8 ' 	Octave 	4 ' 	Rohrflöte 	4 ' 	Super-Octave 	2 ' 	Cornett-Mixtur III - V	2 2/3 ' 	Trompete	8 '  Manual II, C - g'''', Schwellwerk 	Rohrflöte	16 ' 	Hornprincipal	8 ' 	Gedackt	8 ' 	Flûte harmonique	8 ' 	Salicional	8 ' 	Dulciana	8 ' 	Flûte d'amour	4 ' 	Vogara	4 ' 	Echo-Mixtur  III - IV	2 2/3 ' 	Spitzquinte  (Auszug)	2 2/3 ' 	Octavin  (Auszug) 	2 ' 	Terzflöte  (Auszug)	1 3/5 ' 	Clarinette (aufschlagend)	8 ' 	Tremulant 	 Manual III, C - g'''', Schwellwerk 	Grossgedackt	16 ' 	Geigenprinzipal	8 ' 	Lieblich Gedackt	8 ' 	Aeoline	8 ' 	Quintatön	8 ' 	Konzertflöte	8 ' 	Viole d'amour	8 ' 	Aeoline	8 ' 	Voix céleste (ab c)	8 ' 	Gemshorn	4 ' 	Traversflöte	4 ' 	Harmonika aetheria III	2 2/3 ' 	Quinte  (Auszug)	2 2/3 ' 	Piccolo  (Auszug)	2 ' 	Trompette harmonique	8 ' 	Oboe	8 ' 	Tremulant  Pedal, C - f' 	Prinzipalbass	16 ' 	Salicetbass	16 ' 	Subbass	16 ' 	Echobass (Transmission)	16 ' 	Aeolsbass (Transmission)	8 ' 	Flötenbass	8 ' 	Cello	8 ' 	Prinzipalflöte	4 ' 	Bombarde	16 ' 	 Koppeln, Spielhilfen: 	Koppeln: Normalkoppeln 			III - II, III - I, III - P,  			II - I, II - P, I - P 		Superoctav-Koppeln 			III, II, III - II, III - I, II - I, 			III - P, II - P 		Suboctav-Koppeln 			III - II, III - I, II - I 	Leerlaufkoppel  I 	Parallelkoppeln 	Generalkoppel  	automatische Pedalregulierung 	2 freie Kombinationen 	4 Registerchöre 	6 feste Kombinationen 	5 Einzelabsteller (Zungen) 	Crescendo (Registerschweller) 	Pedalstärke I, II, III 	 Stand:  Febraur 2003
Das am 2. Oktober 1921 eingeweihte Instrument hat einen freistehenden Spieltisch und eine röhrenpneumatische Traktur mit Taschenladen (liegende Taschen mit Röhrchen). Die Klangverzögerung der Pneumatik hält sich in Grenzen, da die Wege vom Spieltisch zu den 4 Werken etwa gleich lang und relativ kurz sind.  1946 hat die Firma Th. Kuhn AG, Männedorf, eine Generalrevision wegen starker Verstaubung und Verschmutzung durchgeführt. Dabei wurde ein neuer Ventilator eingebaut, einige pneumatische Stationen verbessert und im 3. Manual das Register Voix céleste 8 ' durch ein neues Register Terz 1 3/5 ' ersetzt. Andere Veränderungen wurden nicht vorgenommen. 1958 dachte man wieder daran, die romantisch disponierte Orgel zu ersetzen, weil sie nicht dem Zeitgeschmack nach mechanischen Barockorgeln entsprach und daher als "schlecht" taxiert wurde. Hier einige Auszüge aus den verschiedenen Expertisen von verschiedenen Experten: «. . . klangliche Veralterung und Armut; wenige Nuancen; Sünde gegen die physikalischen Gesetze der Orgel; fades, flaches, breiiges, asthmatisches, schwindsüchtiges Instrument; schlechte Mensuren, miserables Material; ausgeleierter, unpräziser, unzuverlässiger technischer Apparat. . .»1) Ein Umbau oder eine neue Orgel kam aber aus finanziellen Gründen nicht in Frage. 1975 wurde die Orgel während der Innenrenovation der Kirche stark verstaubt und konnte, auch wegen der Brüchigkeit der Ledertaschen, nur noch teilweise  gespielt werden. Im Zusammenhang mit der 2. Bauetappe der Innenrenovation wurde die Orgel untersucht undes wurde festgestellt, dass sie in allen Teilen im Urzustand und in gutem Allgemeinzustand erhalten war, auch die teilweise aus Zink bestehenden Pfeifen. Die Orgel passt klanglich und musikalisch bestens in den Kirchenraum, weshalb die Kirchgemeinde beschloss, die Orgel gründlich restaurieren zu lassen. 1983/1984 wurde diese Generalrevision durch die Firma Kuhn AG, Männedorf, durchgeführt. Dabei wurde das ursprüngliche Register Voix céleste 8 ' wieder eingesetzt. Am 1. April 1984 wurde die Orgel wieder eingeweiht. Romantisch disponierte, pneumatische Instrumente wurden in den letzten Jahren oft abgebrochen oder zumindest so stark verändert, dass der ursprüngliche Charakter der Orgel verloren ging. Hier handelt es sich um ein Instrument in der originalen Bauweise und Disposition und damit um ein selten gewordenes Zeitdokument.2)
Orgelprofil  Kath. Kirche Heiliggeist Basel BS Orgelverzeichnis	Schweiz 	und	Liechtenstein HSLU / Links HSLU / Links Galerie Galerie Änderungen Änderungen Heim Heim Urheber Urheber Auswahl   Auswahl
1) Kath. Kirchgemeinde, Pfarrei Heiliggeist, Basel  2) ausführliche Info: Rudolf Bruhin, Experte EKD, Basel 
Geschichte "gewusst wie"