Orgelverzeichnis	Schweiz 	und	Liechtenstein HSLU / Links HSLU / Links Galerie Galerie Änderungen Änderungen Heim Heim Urheber Urheber Auswahl   Auswahl Orgelprofil Basilique de Valère/Basilika Valeria  Sion/Sitten VS Geschichte
1435 ist dieses historische Instrument eines anonymen Orgelbauers entstanden. Weil Teile der Orgel (Pfeifenmaterial) früher entstanden sind, datierten Historiker das Instrument zuerst auf das Ende des 14. Jahrhunderts. Neuere Forschungen ergaben, dass die Orgel aus dem Jahr 1435 stammt. Das heisst, dass diese Schwalbennest-Orgel die älteste noch spielbare und im normalen Gebrauch stehende Orgel der Welt ist. 1687 Erweiterung durch Christoph Aeby, Solothurn. Es wurden 5 Register hinzugefügt und die Mixtur erhielt eine zweite Pfeifenreihe. 1954 Gründliche Restaurierung durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. Der Einbau eines elektrischen Gebläses war die einzige Veränderung. Die mit Stoff bespannten Flügeltüren befanden sich in einem sehr schlechtem Zustand und wurden deshalb durch das Historische Museum, Basel, restauriert. Die Stoffbespannung der Aussenseiten (die Seiten, die bei geschlossenen Flügeln sichtbar sind) befanden sich eine Zeit lang in einem Schaukasten unterhalb der Orgel. 2004 Restaurierung durch Orgelbauer Hans J. Füglister, Grimisuat VS. Die Flügeltüren wurden bei der Demontage durch Handwerker beschädigt (beim Anfassen wurde die sehr alte Stoffbespannung mit den Daumen durchstossen) und wurden wieder repariert. Die Orgel hat auch etwas unter den vielen "Besuchs-Organisten" gelitten und die entsprechenden Teile wurden wieder restauriert. Der Zustand von 1687 (Aeby) wurde wieder hergestellt, nur der elektrische Ventilator zur Winderzeugung wurde belassen.
historische Infos: Rudolf Bruhin, Basel, Eidg. Konsulent der Denkmalpflege des Bundesamtes für Kultur, Bern. Abbildungen der alten Pfeifen: Jakob Friedrich, "Die Orgel und das Metall", Neujahrsblätter 1998, Kuhn AG, Männedorf. Farbbilder: Dr. François Comment, Burgdorf.
Basilique mineur de Valère Sion/Sitten VS ________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1435 Orgelbauer: anonym Manuale: 1 + Pedal Register: 8 Manual I, C - c''', kurze Oktave (45 Tasten)     2 Prinzipal 8 '     2 Oktave 4 '     2 Coppel 4 '     2 Quinte major 2 2/3 '     1 Superoktave 2 '     1 Quinte minor 1 1/3 '   1,2 Mixtur  II 1 ' Pedal, C - c, eine Kurze Oktave ( 9 Tasten)     2 Subbass 16 ' + 8 ' an Manual angehängt   1 = alte Pfeifen vor 1435   2 = Erweiterung von Aeby 1687   Stand:  2012
vor Renovation 2002: die Flügeltüren sind in einem Schaukasten unterhalb der Orgel ausgestellt. Geschlossene Flügeltüren Zinn/Blei-Legierung, gegossen auf Steinplatten oder grobem Sackleinen. alte Pfeife, vorne (sichtbare Seite) Zinn, hinten Blei, Bleiplatte war auf Sandbett gegossen worden.
Details zum Instrument: Stimmung sehr hoch (897 Hz). Winddruck 45 mmWS. Die Register Superoktave 2 ', Quint minor 1 1/3 ' (ab dis'' als 2 2/3) und das 1 ' - Register der Mixtur sind originale Register aus gotischer Zeit  (vor 1435). Sichtbare Metallpfeifen sind zweigeteilt, die vordere, sichtbare Hälfte besteht aus Zinn, die hintere Hälfte der Pfeife aus reinem Blei.  Die Bleiplatte wurde auf einem Sandbett gegossen. Weitere Metallpfeifen zeigen typische Musterungen der Oberfläche, wie sie vom Guss der  Platten auf grobem Sacktuch oder auf Steinplatten herrühren.   Die mit Stoff bespannten, wertvollen Flügeltüren wurden von Peter Maggenberg bemalt, der 1437 in Valeria arbeitete, was durch Archivbücher  des Domkapitels belegt ist. Diese Zeitangabe bestätigt die Datierungen der Historiker.