Zisterzienserkloster, Restaurierung 1993 St. Urban  LU ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1717/1722 Orgelbauer: Josef Bossart, Baar Rekonstrukt.: 1993 Orgelbauer: Kuhn AG, Männedorf Manuale: 3 + Pedal Register: 40 Manual I, C - c''' (kurze Oktave), Brustwerk Secund Prinzipal 8 ' 1717 / 1993 Hohlflöte 4 ' 1717 / 1993 Flageolet-Flötlein 2 ' 1717 / 1993 Mixtur  III 1 ' 1993 Cymbel II 1/2 ' 1993 Manual II, C - c''' (kurze Oktave), Hauptwerk Prinzipal 8 ' 1717 Viole de gambe 8 ' 1993 Schwiegel 8 ' 1717 Mixtur III 8 ' 1717 / 1993 Spitzflöte 8 ' 1993 Copell 8 ' 1993 Oktave 4 ' 1993 Waldflöte 4 ' 1717 Quintflöte 2 2/3 ' 1717 / 1993 Superoktave 2 ' 1717 / 1993 Flageolet-Flötlein 2 ' 1993 Hörnlein I 1 3/5 ' 1717 / 1993 Sesquialtera III 1 1/3 ' 1993 Quinte     1 1/3 ' 1993 Mixtur major IV 1 ' 1717 Mixtur minor III 1 ' 1993 Cymbel  II 1/2 ' 1993 Cornet  V 8 ' 1717 / 1993 Fagott 8 ' 1993 Manual III, C - c'''(kurze Oktave), Oberwerk Echo ins Gesicht 8 ' 1717 / 1993 Schwebende Flöten 8 ' 1717 / 1993 Hohlflöte 4 ' 1717 / 1993 Copell 4 ' 1993 Superflötlein 2 ' 1993 Mixtur  III 1 ' 1993 Cymbel II 2/3 ' 1993 Fagott in Oktav 4 ' 1993 Pedal, C - a° (kurze Oktave) Subbass         16 ' 1717 Portun         16 ' 1717 Prinzipal 8 ' 1717 Octava & Quinta 4'+2 2/3 ' 1717 / 1993 Superoktave 2 ' 1717 / 1993 Mixtur III 1 1/3 ' 1993 Viol-Bass         16 ' 1993 Posaune 8 ' 1993 Manuale: Doppelsemitionien dis/es, dis'/es', dis''/es'' (gebrochene Obertasten) Koppeln, Spielhilfen:     - Manualschiebekoppel  III - II     - Pedalkoppel  II - P     - Kalkantenruf   Stand:  2015
siehe auch: Kuhn AG, Männedorf: “Bericht zur Rekonstruktion”, 1993 (pdf-Datei). Bibliographie: 1) Friedrich Jakob: “Die Orgel der Klosterkirche St. Urban”, Kuhn AG, Männedorf, 1993 2) Moritz Raeber: “Klosterkirche St. Urban, 1987 - 1992...”, Luzern 1992
mittelalterliche Klosterkirche und Ulrichskapelle: 1575 Es existierte eine kleine, tragbare Orgel eines nicht genannten Orgelbauers. 1585 Kauf einer Orgel von Pfr. Leonhard Rissi, Willisau. 1602 Bau einer Orgel durch Hans W. Muderer, Freiburg i.Breisgau, mit 10 Registern auf einem Manual und Pedal. Die >Disposition zu dieser Orgel stammt aus einem Vorschlag für ein nicht ausgeführtes Projekt. Später wurde diese Orgel auf den hinteren Lettner an der Westwand versetzt. 1651 Bau einer neuen, kleinen Orgel durch Sebald Manderscheit, Luzern. Zu diesem Instrument sind keine weiteren Informationen bekannt. 1658 An die Orgel auf der Westempore wurde ein Rückpositiv angebaut, das aber wegen ungenügender Qualität nach wenigen Jahren wieder abgebrochen und vernichtet wurde. 1691 Bau einer neuen Orgel durch P. Pius Kreuel, wahrscheinlich aber nicht für die Klosterkirche, welche für weltliche Besucher weitgehend verschlossen war, sondern für die daneben stehende Ulrichs-Kapelle. 1705 Abbau der Chororgel, Ersatz des Chorgestühls und Wiederaufbau der Chororgel durch Joseph Bossart, Baar. neue, barocke Klosterkirche: 1715 Der Bau einer kleinen Chororgel durch Josef Bossart („….Jtem Jn der Mitte des Cohrs 1 kleine Orgel mit 8 Registeren….“) Das Instrument, in der Art „Sarkophag-Orgel“ wie dies noch heute in Rheinau zu sehen ist, stand zwischen dem Chorgestühl nahe beim Chorgitter und überbrückte die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Hauptorgel auf der Westempore. Über den Verbleib dieser kleinen Orgel ist nichts mehr bekannt. 1722 Bau (Fertigstellung) einer neuen, grossen Orgel auf der Westempore durch Joseph Bossart und Sohn Viktor Ferdinand Bossart, Baar, mit 40 Registern auf 3 Manualen und Pedal (>Disposition). 1735 Um kürzere Wege der Windkanäle zu erreichen, hat Victor Ferdinand Bossart die Balganlage vom Estrich über der Orgel in den Nordturm hinter der Orgel versetzt. 1748 Generalrevision durch Victor Ferdinand Bossart und dem Sohn Karl Josef Maria Bossart. 1757 Bau einer neuen Chororgel durch Victor Ferdinand Bossart,Baar, mit 16 Registern auf einem Manual und Pedal (>Disposition). Orgel und Balganlage wurden vertieft in zwei Gruben im Chor auifgestellt. 1818 Reparaturen und Reinigung der Hauptorgel durch Franz Josef Remigius Bossart. 1840 Reparaturen an der Hauptorgel durch P. Leopold Nägeli. Vorgeschlagene Dispositionsänderungen, die von Thomas Sylvester Walpen hätten gemacht werden sollen, wurde nicht ausgeführt. 1848 Aufhebung des Klosters. 1853 Die Chororgel wurde an die Pfarrkirche Pfaffnau verkauft und dort mit einem neuen Prospekt wieder aufgebaut. 1882 Generalrevision und Umbau durch Orgelbauer Friedrich Goll, Luzern (>Disposition). 1944 Restaurierung im gewachsenen Zustand durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. 1993 Restaurierung und Rückführung auf den ursprünglichen Zustand von 1722 durch Kuhn AG, Männedorf (>Disposition). Wo nötig, wurde das Pfeifenmaterial nach den Originalmensuren ergänzt. Die kurzen Oktaven auf allen Klaviaturen und die Doppelsemitonien (gebrochene Obertasten) bei dis/es in den oberen Oktaven der Manualklaviaturen wurden beibehalten oder wieder hergestellt. Über den mittleren Feldern ist als Bekrönung das Bauherrenwappen mit teilweise schrägstehenden, klingenden Pfeifen nachgebildet.
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Orgelprofil Klosterkirche ehem. Zisterzienserkloster St. Urban LU
Fotomontage: Orgel in gleicher Bauweise im Kloster Rheinau im Chor der Klosterkirche St. Urban.