Kathedrale St. Florin, Orgel vor 2013) Vaduz FL ____________________________________  Typ:	Traktur	elektrisch 	Registratur	elektrisch 	Windladen	Schleifladen  Baujahr:	1979 Orgelbauer:	Mathis AG, Näfels  Manuale:	3 + Pedal Register:	41  Manual I, C - g''', Hauptwerk 1874	Bourdon	16 ' 1874	Prinzipal	8 ' 1874	Gedackt	8 ' 1874	Tibia	8 ' 1874	Oktave	4 ' 1874	Gemshorn	4 ' 1874	Oktave	2 ' 1979	Mixtur III - IV	2 ' 1947	Trompete	8 '  Manual II, C - g''', Positiv 1874	Suavial	8 ' 1874	Gedackt	8 ' 1874	Prinzipal	4 ' 1874	Flöte	4 ' 1947	Sesquialter	2 2/3 ' + 1 3/5 ' 1874	Flageolet	2 ' 1947	Larigot	1 1/3 ' 1979	Cymbel  III	1 1/3 ' 1947	Krummhorn	8 '  Manual III, C - g''', Schwellwerk 	Bourdon	16 ´ 1874	Prinzipal	8 ´ 1874	Flöte	8 ´ 1874	Dolce	8 ´ 1874	Unda maris	8 ´ 1947	Prinzipal	4 ´ 1947	Flöte	4 ´ 1947	Quinte	2 2 /3 ´ 1947	Nachthorn	2 ´ 1947	Mixtur  IV – V	1 1/3 ´ 1947	Trompete	8 ´ 1947	Clairon	4 ´  Pedal, C - f' 1874	Prinzipalbass	16 ' 1874	Subbass	16 ' 1874	Violonbass	16 ' 	Echobass	16 ' 1874	Oktavbass	8 ' 1874	Cello	8 ' 	Gedeckt	8 ' 1874	Flötbass	4 ' 	Gedackt	4 ' 1947	Mixtur  III	4 ' 1874	Posaune	16 '  Koppeln, Spielhilfen:     -	Normalkoppeln III – II, III – I, II - I,  		III - P, II – P, I – P     -	Registercrescendo     -	2 freie Kombinationen     -	2 feste Kombinaionen Forte, Tutti     -	automatisches Pedal     -	Abschalter: 	Crescendo, alle Zungen,  		Manual 16´, alle Mixturen     -	Einzelabsteller Zungen  Zustand:	Sommer 2011 	(vor Rekonstruktion durch Eule)
Bild: Dompfarrei St. Florian, Vaduz Infos: Dr. Franz Lüthi, Rickenbach TG und St. Galler Orgelfreunde, Bulletin OFSG 26, Nr.2 2008
Die folgende Auflistung ist eine geschichtliche Übersicht. Ausführlichere Angaben können dem Bericht von Dr. Franz Lüthi, Rickenbach TG, Bulletin OFSG 26, Nr. 2, 2008 (pdf-Datei), entnommen werden. 1800 Um diese Zeit befand sich ein Positiv in der Kapelle. 1840 stiftete der liechtensteinische Rentmeister Johann Peter Rheinberger – der Vater des Komponisten Rheinberger – eine neue zehnregistrige Orgel. 1858 wurde dieses Instrument wieder umgebaut. 1874 baute die Firma Steinmeyer & Co. in Öttingen (Bayern) eine mechanische Kegelladenorgel mit 33 Registern auf 3 Manualen und Pedal. Die Disposition hat der Liechtensteiner Komponist Josef Gabriel Rheinberger entworfen und deshalb wird die Orgel „Rheinberger- Orgel“ genannt. 1900 führte Goll, Luzern, eine ziemlich umfangreiche Revision durch. 1916 Generalüberholung mit Veränderungen in der Disposition. Expertenberichte bemängelten – dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend – den Klangkörper der Steinmeyer-Orgel. 1927 erneute Revision durch Gebr. Mayer, Feldkirch, welche auch einen Vorschlag zum Umbau der Orgel machten. 1930 und folgende Jahre: Vorschläge verschiedener Orgelbauer und Experten, darunter: Th. Kuhn AG, Männedorf, empfahl einen grundsätzlichen Umbau, Gebr. Späth, Ennetach (Wttbg), empfahl einen Neubau, Gebr. Späth, Rapperswil, ebenfalls einen generellen Umbau, Orgelbau Goll & Cie. wollte die Orgel auch umbauen, Christian Held, Chur, empfahl einen Abbruch und „Neuaufstellung“, Pater Stephan Koller, OSB, wollte die romantische Orgel mit einer von ihm bereits ausgearbeiteten Disposition kompromisslos dem aktuellen Zeitgeschmack anpassen. Allen diesen Vorschlägen gemeinsam war die Geringschätzung des romantischen Klangkörpers von Rheinberger und alle wollten die Orgel barockisieren. 1947 Schliesslich erhielt TH. Kuhn AG den Auftrag für den Umbau/Neubau der Rheinberger- (oder Steinmeyer ?) –Orgel. Die neue Orgel hatte 42 Register auf 3 Manualen und Pedal, 26 Register wurden aus der alten Orgel übernommen, allerdings teilweise sehr stark verändert. 1977 Es wurden Vorschläge bei Mathis AG, Näfels, für eine weitere Barockisierung der Orgel eingeholt. 1979 hat Mathis AG, Näfels die Orgel zwar nochmals umgebaut, aber wesentlich weniger massiv als anfänglich vorgeschlagen, vielleicht weil man begann, alte Orgeln etwas pfleglicher zu behandeln. 2011 erhält die Orgelbaufirma Hermann Eule, Bautzen D, den Auftrag, die Orgel wieder auf den ursprünglichen, von Rheinberger entworfenen Klangkörper, zurückzubauen. Zur Zeit ist die Orgel abgetragen und wird in den Werkstätten von Eule überholt. Vorgesehen sind 42 Register auf 3 Manualen und Pedal. (Die ursprüngliche Rheinberger- Disposition umfasste 33 Register). Die Orgel soll auf 435 Hz gestimmt werden. Für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und für Chorbegleitung soll zusaätzlich eine nicht näher spezifizierte “Begleitorgel” mit a´ = 440 Hz erstellt werden. Die Einweihung ist auf 2. Februar 2013 geplant.
Geschichte
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
 Orgelprofil Kathedrale St. Florin (vor 2013) Vaduz FL