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Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Description des orgues St. John’s Anglican church Territet VD
St. John's Anglican Church Territet VD ____________________________________ Typ: Traktur pneumatisch Pedal elektrisch Registratur pneumatisch Windladen Taschenladen Baujahr: 1907 Orgelbauer: Goll AG, Luzern Manuale: 3 + Pedal Register: 27 Manual I, C - a''', Choir organ Open Diapason 8 ' Lieblich Gedackt 8 ' Viola da Gamba 8 ' Aeoline 8 ' Flauto dolce 4 ' Tuba (erhöhter Winddruck) 8 ' Vox humana 8 ' Tremulant Manual II, C - a''', Great organ Bourdon 16 ' Open Diapason 8 ' Clarabella 8 ' Principal 4 ' Lieblich Flöte 4 ' Mixtur 2 ' (ursprünglich Dulciana 8' ) Clarion 4 ' (ursprünglich 2. Diapason 8' ) Manual III, C - a''', Swell organ Double Diapason 16 ' (kein Prinzipal, sondern Bourdon 16' ) Violin Diapason 8 ' Rohrflöte 8 ' Viola da Gamba 8 ' Voix céleste 8 ' Geigenprinzipal 4 ' Flautino 2 ' (ursprünglich 3-fach Mixtur) Cornopean 8 ' Oboe 8 ' Pedal, C - f' Open Diapason 16 ' Bourdon 16 ' Oktave 8 ' Flûte 8 ' Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln III - II, III - I, I - II, III - P, II - P, I - P - Suboktavkoppel III - II - Superoktavkoppel III - III (wirkt auch durch die Normalkoppeln) - Registercrescendo - 1 freie Kombination - Feste Kombinationen Manual I: P, MF, F, FF Manual II: I / II / III / IV Manual III: I / II / III Pedal: MF, F Full work (Tutti) - Absteller Cornopean (SO) Oboe (SO) Tuba (CO) Vox humana (CO) - Dreistufige Windanzeige. Stand: 2000
Geschichte
1907 Bau einer pneumatischen Orgel durch Friedrich Goll, Luzern, mit 21 Registern auf 3 Manualen und Pedal (Opus 301). Eigentlich handelt es sich um einen Umbau einer Orgel von Bishop & Sons, London, aus dem Jahre 1896/1897. Beim Bau der Orgel passte sich Friedrich Goll den Kundenwünschen der englischen Gemeinde an, die sich stark an angelsächsischen Gepflogenheiten orientierten, namentlich die Aufstellung des Instrumentes, die Spieltischgestaltung oder spezifische Register, wie die Hochdrucktuba. Die Kirche hat ein Hauptschiff, einen Chor und an der Nordseite ein Seitenschiff, das in die Marienkapelle (Lady Chapel) mündet. Die Orgel ist dreigeteilt: - Das Chorwerk (Choir organ) bildet mit einem Freipfeifenprospekt aus Open Diapason 8' den Aufsatz des Marienaltars in der Lady Chapel. - Der freistehende Spieltisch mit im 45°-Winkel angeordneten Registerzügen steht im Durchgang zwischen Lady Chapel und Chor, mit Blick durch das Chorgestühl auf den Hauptwerksprospekt. - Der Rest der Orgel ist in einer Nische auf der Südseite des Chores versenkt. Die Orgel besass ursprünglich einen Wassermotor, der die gleiche Wasserfassung benutzte wie das "Funiculaire 1 " hinter der Kirche. Dadurch schwankte der Wasserdruck und das führte wiederum zum Abfall der Leistung des Wassermotors. Dieser steht heute im Orgelmuseum in Roche VD. Die Trakturen waren ursprünglich alle pneumatisch, Pedal und Choir wurden später elektrifiziert. 20.Jh Im Laufe der Zeit ist die Orgel durch uns unbekannte Orgelbauer auf 27 Register erweitert worden. 1 Standseilbahn mit zwei gegenläufigen Wagen. Im jeweils oberen Wagen wird ein Wassertank gefüllt. Der Wagen fährt durch das Eigengewicht hinunter und zieht mit dem Wasser-Ballast den unteren Wagen hinauf.
Infos: Dr. François Comment, Burgdorf, Goll-Orgel: Bernhard Hörler, Dietikon, aus „Monografie Orgelbauerdynastie Goll“, 2020
Hauptwerk / great organ Seitenschiff, Chororgel / Lady chapel, choir organ Uebersicht: links Schwellwerk, rechtsoben Hauptwerk, rechts unten Spieltisch